Elastomere
Elastomere sind Werkstoffe, die mit relativ geringen Kräften sehr stark gedehnt werden können und dabei keine bleibende Verformung aufweisen. Generell können Elastomere in zwei Hauptgruppen unterteilt werden, und zwar in chemisch vernetzte Elastomere (Gummiwerkstoffe) und thermoplastische Elastomere.
Die Gummiwerkstoffe sind Hochpolymere, deren Makromoleküle durch den Zusatz von Vulkanisationsmittel weitmaschig vernetzt sind. Aufgrund dieser Vernetzung sind sie nicht schmelzbar und zersetzen sich bei hohen Temperaturen. Weiters bewirkt die Vernetzung, dass Gummiwerkstoffe unlöslich sind und je nach Medium oder weniger stark quellen oder schrumpfen.
Die thermoplastischen Elastomere sind Materialien, die über einen weiten Temperaturbereich die charakteristischen Eigenschaften von Elastomeren aufweisen. Sie sind jedoch nicht chemisch vernetzt. Aus diesem Grund können sie bei hohen Temperaturen geschmolzen und mit den üblichen thermoplastischen Verarbeitungstechniken verarbeitet werden. Thermoplastische Elastomere sind löslich und zeigen im allgemeinen eine geringere Quellung als ihre chemische vernetzten Äquivalente.
Thermoplaste
Bei den Thermoplasten handelt es sich um schmelzbare, hochpolymere Werkstoffe, die in ihrem Anwendungstemperaturbereich wesentlich härter und steifer als Elastomere sind. Je nach ihrem chemischen Aufbau reicht ihr Eigenschaftsprofil von hart und spröde bis zäh und flexibel. Aufgrund ihres morphologischen Aufbaues sind größere Dehnungen nicht reversibel und das Formteil bleibt plastisch verformt, weshalb die Werkstoffe auch Plastomere genannt werden.
Plastomere werden in der Dichtungstechnik für harte Dichtungselemente wie Back-up Ring, Führungsringe und –Büchsen, Druck- und Stützringe, etc. verwendet.
